Die Grundidee des Spieles und der Kooperationgemeinschaft die es entwickelt hat.
Im Zentrum des Deckbuilding-Cardgames „Build As Nature“ steht das Experimentieren mit Ressourcenkreisläufen in einem kartenbasierten Baukastensystem. Nachhaltigkeitsprinzipien sollen in den Spielmechaniken erfahrbar werden. Der geplante Einsatz ist der schulische oder universitäre Unterricht mit jungen Menschen, die sich auf diese Weise naturbasierte Lösungen experimentell erschließen können.
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Die Spielenden können entscheiden, ob sie Szenarien mit traditionellen ingenieurtechnischen Lösungen des fossilen Zeitalters oder mit naturbasierten Lösungen gestalten. Erstere ermöglichen kurzfristige Gewinne, mindern jedoch die Resilienz des Systems und machen es anfälliger gegenüber Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen oder Nahrungsmittelknappheit. Naturbasierte Lösungen sind zunächst kostenintensiver, führen aber langfristig zu stabileren und widerstandsfähigeren Systemen. Ziel ist es hier die komplexen Mechaniken naturbasierter Lösung für Umweltprobleme zu verstehen und deren Anwendung konstruktiv in die Simulationen einzubauen.
Das Spiel nutzt das Genre des Deckbuilding-Cardgames in einer dreidimensionalen Repräsentation. Das Spiel bildet Wasserkreisläufe in einer Stadt ab. Zum Spielstart bildet das Szenario einen stabilen Wasserkreislauf ohne menschlichen Eingriff ab. Mit jeder Spielkarte verändert sich dieses System. So entstehen beispielsweise unterschiedliche Wasserarten (Salz-, Süß-, Grau-, Trink- oder Sturmwasser) sowie weitere Ressourcen wie Nahrungsmittel, Baumaterialien oder Mineralien. Eine Spielsession umfasst zehn Ingame-Jahre, nach jedem Jahr zieht das System eine Zwischenbilanz und berechnet anhand der platzierten Karten die jeweilige Auswirkung auf die Meta-Ressourcen.
Die Kernmechaniken werden anhand von Wasserkreisläufen erprobt. Gebäude-Karten lenken oder speichern Wasser (z. B. durch Kanäle, Schwemmgebiete oder Dämme) und konvertieren Wasserarten (z. B. durch Kläranlagen, Fabriken oder Agroforstsysteme). Policy-Karten und Naturkatastrophen modifizieren die Ressourcendynamik zusätzlich. Als Ressourcen stehen den Spieler*innen, Wirtschaftliche Potenz, Gesundheit der Bevölkerung, Resilienz und Arbeitskräfte, zur Verfügung.
Lehrende können eigene Szenarien erstellen. Diese können als öffentliche Szenarien allen Nutzer*innen zur Verfügung gestellt werden oder sie können in gesonderten Räumen nur für Klassenverbände genutzt werden. Die Lehrenden können dann über die Analysefunktion die Lernziele der Studierenden überprüfen.
Die Funktionsweise des Spieles erklären wir in den Video-Tutorials und dem Handbuch ausführlich.
Die Entwicklung des Serious Game „Build As Nature“ ist eine europäische Kooperation mit dem Ziel für Lehrende der Teilnehmenden Hochschulen und für Lehrende in Europa digitale Werkzeuge bereitzustellen, welche das Prinzip und die Wirkungsweisen von naturbasierten Lösungsansätzen für gesellschaftliche Problemstellungen Studierenden spielerisch näherbringt.
Hierfür entwickeln die fünf Partner auf wissenschaftlichen, didaktischen Grundlagen ein digitales Lehr- und Lernspiel, dass die komplexen Zusammenhänge von menschlichem Handeln und deren Auswirkungen auf die Ökosysteme verdeutlicht.
Die Partner bei der Entwicklung des Serious Game sind: FACHHOCHSCHULE DORTMUND, HASKOLINN I REYKJAVIK EHF, PANEPISTIMIO THESSALIAS, TALLINN UNIVERSITY und VIRTUAL CAMPUS LDA.